Komm, wir essen wie ein Baby!

Sitz gerade! Geht das nicht auch ein bisschen schneller? Und nimm doch bitte Messer und Gabel … mal unter uns: Manche (Erwachsenen) tun ja oft so, als ob sie ganz genau wüssten, wie alles geht. Fakt ist aber: Tatsächlich können wir alle uns sogar von Babys so einiges abgucken, zum Beispiel wenn es ums Essen geht.

Unsere Top-3 der Dinge, die wir von Babys lernen können:

 

  1. Babys probieren gerne!
    Babys bestimmen selbst, wann sie bereit sind, von der Flüssignahrung zur „Familienkost“ zu wechseln: Sie beobachten jeden Bissen, den wir zum Mund führen, greifen nach unserem Brot oder ahmen Kaubewegungen nach. Gibt man ihnen etwas in die Hand, probieren sie sofort aus, ob es essbar ist – oder eben nicht. Alles Neue wird mit dem Mund ertastet und probiert. Erst wenn Babys ungefähr 18 Monate alt sind, entwickeln sie neben eindeutigen Vorlieben und Abneigungen auch eine „Angst vor Neuem“. Dann sind Vorbilder gefragt! Große Geschwister und natürlich auch die Eltern zeigen, dass etwas genießbar ist, indem sie es essen. Fakt ist: Bieten wir einem Kleinkind eine Speise immer wieder an, wird sie schließlich doch probiert. Erwachsene machen das leider oft nicht.
  2. Babys genießen mit allen Sinnen.
    Mit Fingern isst man nicht? Oh doch! Ob Schwarzbrot, Brokkoli oder Joghurt: Babys erforschen alles Essbare mit Auge, Nase, Mund und Händen. Sie riechen daran, erfühlen es und entdecken so neben dem Geruch und Geschmack auch, wie sich das Lebensmittel anfühlt – weich oder fest, klebrig, feucht oder trocken. Das ist Genuss pur – und leider etwas, das uns kategorisch abtrainiert wurde. Unser Tipp: Zelebriert einmal ein Familienessen „mit allen Sinnen“, ohne Besteck. Garantiert ein riesen Spaß!
  3. Babys essen nie mehr, als ihnen guttut.
    Anders als Erwachsene essen Babys nicht, weil sie gestresst oder traurig, überglücklich oder gelangweilt sind. Babys essen, wenn sie hungrig sind. Und zwar nur dann. Tritt das eigene, angeborene Gefühl der Sättigung ein, wenden sie den Kopf ab. Wir Großen wiederum essen oft viel zu schnell und daher oft auch viel zu viel, zum Beispiel weil uns beigebracht wurde, „immer schön den Teller leer zu essen“. So haben wir verlernt, auf unser eigenes Sättigungsgefühl zu hören. Die Folge: Wir essen mehr als uns guttut!