So gefährlich sind Plastikprodukte für Deine Gesundheit

Den im Plastik enthaltenen Schadstoffen wie Weichmachern oder Bisphenol A kann man kaum entrinnen, denn es gibt nur wenige Kunststoffprodukte, die ohne diese Hilfsstoffe auskommen. Aber: Wie gefährlich sind die Schadstoffe für uns Menschen eigentlich tatsächlich?

Weichmacher & Co. schädigen den Organismus

Die Industrie mischt Weichmacher Kunststoffen bei, um diese dehnbar und geschmeidig zu machen. Der Vorteil: Die Herstellung und Bearbeitung von Plastik wird erleichtert. Außerdem werden die Produkte nicht so schnell brüchig. Dass Weichmacher aus Plastikprodukten aber tatsächlich längst im Körper von Mensch und Tier nachgewiesen werden können, hat das Umweltbundesamt bereits festgestellt. Laut einer Risikobewertung der EU-Kommission ist es sogar möglich, dass die Chemikalien, die beim Menschen vor allem im Körperfett gespeichert werden, Krebs auslösen und das Erbgut verändern können. Dazu reicht schon regelmäßiger Hautkontakt mit durch Weichmacher belastete Plastikprodukte. Auch über die Nahrung und sogar die Atemluft werden die Schadstoffe aufgenommen.

Phthalate gehören zu den am häufigsten eingesetzten Weichmachern. Einige Stoffe aus der Gruppe, darunter DEHP, wurden von der EU als gefährlich eingestuft. DEHP soll die Ausschüttung von männlichen Geschlechtshormonen beeinflussen. Das hormonelle Chemikalien auch Übergewicht und Diabetes zur Folge haben könnten, legt eine Studie von ChemTrust nahe. Obwohl die Verwendung von Weichmachern in Verpackungen für Lebensmittel EU-weit eingeschränkt wurde, gelangen die Substanzen weiterhin in unser Essen und somit auch in unseren Körper.

Wieviel „Plastik“ nehmen wir durch Luft und Nahrung auf?

Eine Studie aus dem Jahr 2016 belegt, dass DEHP zu einer Gewichtszunahme führt. Bei den Experimenten mit Mäusen wurde deutlich, dass bereits geringe Konzentrationen der Substanz erhebliche Veränderungen des Stoffwechsels herbeiführen.
Wissenschaftler der Heriot Watt Universität in Edinburgh haben im Juni 2018 unterdessen eine Studie veröffentlicht, die sich mit der Aufnahme von Mikroplastik durch Nahrung beschäftigt. Die Forscher berechneten, dass jeder Mensch bis zu 68.415 winzige Plastikfasern pro Jahr mit dem Essen zu sich nimmt.
Die Ergebnisse einer anderen, weltweit durchgeführten Mikroplastik-Studie zeigen außerdem, dass sogar abgefülltes Trinkwasser oft verunreinigt ist. Möglicherweise sogar durch die Flaschen selbst. Orb Media hat zusammen mit der Deutschen Welle eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die Produkte von elf Herstellern an 17 Orten in acht Ländern geprüft hat. Dabei wurden in 93% der Proben Verunreinigungen festgestellt.

Wie können wir uns vor Plastik und Weichmachern schützen?

Die aktuellen Empfehlungen des BUND sowie des Umweltbundesamtes lauten:

  • Gegenstände aus Weich-PVC meiden
  • genauso wie Plastikprodukte, die bereits „verdächtig intensiv riechen“
  • auf Fastfood zu verzichten, da verschiedene Studien gezeigt haben, dass diese Lebensmittel besonders belastet sind
  • auch (industriell hergestelltes) Eis und Kaugummi weisen höhere Schadstoffgehalte auf
  • Kochen im besten Fall nur mit Zutaten aus ökologischem Anbau
  • soweit möglich nur Unverpacktes einkaufen
  • tägliches Lüften reduziert die Schadstoffaufnahme über die Luft

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät zu abwechslungsreicher Ernährung mit frisch zubereiteten Lebensmitteln, um die mit dem Essen aufgenommenen Mengen an Weichmachern möglichst gering zu halten. In der Regel seien die aufgenommenen Mengen an DEHP über Lebensmittel und andere Quellen wie Hausstaub allerdings so gering, dass kein Gesundheitsrisiko bestehe, so das BfR.

Was das Spielzeug für Kinder angeht, ist der einhundertprozentige Verzicht auf Plastik und Weichmacher nicht immer leicht. In Bällen oder Puppen sind in der Regel Phthalate enthalten. Genauso in vielen Elektronikspielsachen. Die Verbraucherzentrale rät, beim Einkauf auf die Siegel „Phthalat-frei“, „PVC-frei“ oder das „Spiel gut“ Siegel zu achten.

FRUITIVERSE: No Plastic – it’s fantastic!

Naschen ohne Kompromisse? No problem! Die Verpackungen im FRUITIVERSE sind äußerst robust, verzichten aber selbstverständlich komplett auf Plastik und Weichmacher.

Anna: “Zugegeben: die Material-, Hersteller- und Lieferantenrecherche beim Thema Verpackung dauerte beinahe ein ganzes Jahr, aber wir wären lieber gar nicht an den Start gegangen, als mit der falschen Verpackung. Innen Hui, außen Pfui – kommt uns nicht in die Tüte. Und selbst die besteht bei uns im Übrigen aus Zellulose und dient dazu, die Bio-Fruchtgummis vor dem Austrocknen zu bewahren.“